Ihr werdet euch wahrscheinlich fragen, warum sich die Häufigkeit meiner Einträge am Ende des Semesters so rapide erhöht. Nun, das hat damit zu tun, dass ich wesentlich mehr Zeit vor dem Computer vebringe, und das ich es doch tatsächliche schaffe, das überwältigende Pensum an Arbeit effizient zu erledigen. So schaffe ich es sogar etwas Zeit zu finden, um euch kurz auf dem Laufenden zu halten.
Wir erholen uns gerade von einem sehr sommerlichen Wochenende, mit fast 30°C am Montag. In dieser Zeit verwandelte sich der Campus zu einer einzigen Liegewiese, mein Nachhauseweg zur Grill- und Partymeile und die Hautfarbe der meisten Kommilitonen von weiß zu pink. Und bei manchem führte das sogar zu einem ersten Sonnenstich. Da sieht man, wie verzweifelt wir auf den Frühling gewartet haben. Dass der allerdings erstmal ausblieb, und wir stattdessen gleich Hochsommer bekamen, war dann schon fast zu viel des Guten. Mir persönlich war das allerdings (fast) egal, weil ich seit letzter Woche jeden Tag in diesem wunderbaren Kellerraum verbringen muss, denn ich bin immer noch computerlos. Aber ein sonniger Morgen und ein lauer Abend ist dann doch was schönes, weil er von diesem fast schon traumatisierenden Kellerklima (zu kalte Klimaanlage, zu viele Magnetwellen und zu wenig Tageslicht) etwas ablenkt, und weil die Leute ihr Sozialleben wieder entdecken. So haben wir Freitag abend gegrillt, und am Sonntag bei uns auf der Veranda dinniert.
Mittlerweile hat es sich wieder abgekühlt, so dass wir nun Frühling haben. Das endete dann auch gestern im wahnsinnig befreienden Abreißen der Fensterisolierungen. Denn die halten nicht nur die Wärme während des Winters im Haus, sondern auch im Sommer. Und nachdem wir uns schon fast wie in der Sauna vorkamen, haben wir dann gestern auch in der Wohnung den Frühling einkehren lassen, und ein Festern aufgemacht. Luft. Zudem hatten wir gestern Unterrichtsfrei. Es war nämlich (wortwörtlich übersetzt) "Maifest". Warum man das im April hat, unterliegt wahrscheinlich der gleichen Logik, warum man das Oktoberfest mit September beginnt. Die hiesige Undergraduateschaft (Studenten im - grob übersetzt - Grundstudium, die wünscheswerter weise - die Polizei wünscht sich das jedenfalls - das 21. Lebensjahr bereis vollendet haben) nutzte dies, um eine riesige Blockparty zu veranstalten: mehrere Häuserblocks wurden massenhaft von Grills, Bier in roten oder blauen Plastikbecher (Warum gibt es die eigentlich immer nur in den Farben?) , Tischen, auf denen Bierpong gespielt wurde, und natürlich von grenzwertig alkoholisierten Jugendlichen bevölkert. Und diese Beobachtungen machte ich so gegen 17.30 Uhr auf meinem Heimweg, der nämlich genau durch diese Blocks geht, entlang der Hauptstraße, an der die meisten Häuser der Undergraduates liegen. Eine meiner wesentlich Erkenntnisse aus meinen Beobachtungen: solltet ihr jemals die Aufmerksamkeit einer solchen Partymeile auf euch ziehen wollen, dann fahrt einfach mit einem Biertruck durch. Denn das sorgte gestern jedenfalls für Kollektivgebrüll. Ansonsten waren bei jeder Party mindestens zwei Polizisten präsent um Ausweise zu kontrollieren und das ganze im Zaum zu halten. Zum Glück fanden die Parties draußen statt, sonst hätten die Ordnungshüter wahrscheinlich vor lauter Atemalkohol nichts gesehen.
Zurück an die Arbeit. Es gilt, den Regimewechsel in Bulgarien und Rumänien ökonometrisch im Zusammenhang von Währungswechsel- und Bruttoinlandsproduktsentwicklung nachzuweisen. Guten Tag.
Wir erholen uns gerade von einem sehr sommerlichen Wochenende, mit fast 30°C am Montag. In dieser Zeit verwandelte sich der Campus zu einer einzigen Liegewiese, mein Nachhauseweg zur Grill- und Partymeile und die Hautfarbe der meisten Kommilitonen von weiß zu pink. Und bei manchem führte das sogar zu einem ersten Sonnenstich. Da sieht man, wie verzweifelt wir auf den Frühling gewartet haben. Dass der allerdings erstmal ausblieb, und wir stattdessen gleich Hochsommer bekamen, war dann schon fast zu viel des Guten. Mir persönlich war das allerdings (fast) egal, weil ich seit letzter Woche jeden Tag in diesem wunderbaren Kellerraum verbringen muss, denn ich bin immer noch computerlos. Aber ein sonniger Morgen und ein lauer Abend ist dann doch was schönes, weil er von diesem fast schon traumatisierenden Kellerklima (zu kalte Klimaanlage, zu viele Magnetwellen und zu wenig Tageslicht) etwas ablenkt, und weil die Leute ihr Sozialleben wieder entdecken. So haben wir Freitag abend gegrillt, und am Sonntag bei uns auf der Veranda dinniert.
Mittlerweile hat es sich wieder abgekühlt, so dass wir nun Frühling haben. Das endete dann auch gestern im wahnsinnig befreienden Abreißen der Fensterisolierungen. Denn die halten nicht nur die Wärme während des Winters im Haus, sondern auch im Sommer. Und nachdem wir uns schon fast wie in der Sauna vorkamen, haben wir dann gestern auch in der Wohnung den Frühling einkehren lassen, und ein Festern aufgemacht. Luft. Zudem hatten wir gestern Unterrichtsfrei. Es war nämlich (wortwörtlich übersetzt) "Maifest". Warum man das im April hat, unterliegt wahrscheinlich der gleichen Logik, warum man das Oktoberfest mit September beginnt. Die hiesige Undergraduateschaft (Studenten im - grob übersetzt - Grundstudium, die wünscheswerter weise - die Polizei wünscht sich das jedenfalls - das 21. Lebensjahr bereis vollendet haben) nutzte dies, um eine riesige Blockparty zu veranstalten: mehrere Häuserblocks wurden massenhaft von Grills, Bier in roten oder blauen Plastikbecher (Warum gibt es die eigentlich immer nur in den Farben?) , Tischen, auf denen Bierpong gespielt wurde, und natürlich von grenzwertig alkoholisierten Jugendlichen bevölkert. Und diese Beobachtungen machte ich so gegen 17.30 Uhr auf meinem Heimweg, der nämlich genau durch diese Blocks geht, entlang der Hauptstraße, an der die meisten Häuser der Undergraduates liegen. Eine meiner wesentlich Erkenntnisse aus meinen Beobachtungen: solltet ihr jemals die Aufmerksamkeit einer solchen Partymeile auf euch ziehen wollen, dann fahrt einfach mit einem Biertruck durch. Denn das sorgte gestern jedenfalls für Kollektivgebrüll. Ansonsten waren bei jeder Party mindestens zwei Polizisten präsent um Ausweise zu kontrollieren und das ganze im Zaum zu halten. Zum Glück fanden die Parties draußen statt, sonst hätten die Ordnungshüter wahrscheinlich vor lauter Atemalkohol nichts gesehen.
Zurück an die Arbeit. Es gilt, den Regimewechsel in Bulgarien und Rumänien ökonometrisch im Zusammenhang von Währungswechsel- und Bruttoinlandsproduktsentwicklung nachzuweisen. Guten Tag.


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