"Entspannen" was das Motto dieses Wochenendes. Und dazu gehoert, sich auch endlich wieder um Euch und dem Blog zu kuemmern. Nachdem ich naemlich die letzten Wochen(enden) eher mit Arbeit, Studium und Freunden beschaeftigt war, sollte dieses Wochenende erholsam sein: schlafen, essen, das schoene Wetter geniessen und amerikanische Schueler zu einem Austauschjahr ermutigen. Letzteres stelltes sich dann eher als Ermutigung der Eltern heraus. Die Kinder hatten sich schon laengst entschlossen. Das soll ja vorkommen. Es soll auch vorkommen, dass es selbst in Washington hin und wieder kalt wird. Die letzte Woche war empfindlich kalt (wir hatten nachts null Grad). Aber nach amerikanischem Standard nicht kalt genug, um die guten Flipflops im Kleiderschrank zu verstauen. Hauptsache die Ohren sind warm. Meine Ohren habe geglueht als ich vergangenen Dienstag im Kongress bei einer Anhoerung war. Erfahrene Leute meinten, es waere eine der katastrophalsten Anhoerungen gewesen, die sie je erlebt haben. Und auch wenn ich keinen Vergleich habe, ich wuerde ohne Vorbehalt zustimmen. Die Abgeordneten sind so schonungslos mit dem Geschaeftsfuehrer eines der groessten Online-Unternehmen weltweit umgegangen, dass es schon fast weh tat. Immerhin habe ich schnell gelernt, wie Washington funktioniert. Mein Arbeitsplatz traegt definitiv dazu bei. Und ehrlich gesagt will ich den gar nicht aufgeben. An die Vorstellung, wieder Vollzeitstudent zu sein muss ich mich erst gewoehnen. Immerhin: es ist nur ein Semester, und ich kann noch mal die Vorteile eines ungeregelten Tagesablaufs geniessen. Ich geniesse auch die Gegend in der ich Wohne, vor allem den taeglichen Frischemarkt, die ueberdurschnittlich hohe Anzahl an Hunden und Kindern (in dieser Reihenfolge), Schottenroecken, Cafes und buntgefaerbten Baeumen. Ersteres war vor allem zu Halloween zu spueren. Die Buergersteige waren nicht begehbar, ausser man wollte sich durch eine Masse von Made-in-China Kostuemen mit wahrscheinlich blei-vergifteten Gummimasken, Saecken voller Suessigkeiten und aufgeregter Piraten-Eltern kaempfen. Besonders einfallsreich waren die Leute von gegenueber: Dort befanden sich fuenf Superhelden in superengen Kostuemen und in superkaltem Wetter, ohne sich zu bewegen. Angeleuchtet von gruenem Licht und quasiverhuellt in Dampf sorgten sie fuer relativ viel Aufmerksamkeit. Immerhin genug Aufmerksamkeit, dass Autofahrer mitten auf der Strasse parkten und Fotos machten. Es gibt auch eine Menge Fotos von unserer Halloweenparty, allerdings gehoeren die nicht mir. Die muss ich also erst besorgen. Mein Lieblingskostuem: Die Letztplazierte in einem Schoenheitswettbewerb und ein Musikpirat.
Ahoi!
Sonntag, November 11, 2007
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2 Kommentare:
ch bin immer ganz stolz, wenn ich mal einen Kommentar auf meiner Seite finde, daher hinterlasse ich dir hiermit einen lieben Gruss, muss aber leider weiterarbeiten.
Eine feste Umarmung und ein paar warme Gedanken (damit deine Ohren heiss werden) sendet dir
Maxi
Hallo Manuel,
Halloween schein ja ein richtiges Volksfest zu sein. Sozusagen Theatervorstellung spontan auf der Straße. Es ist schön, das du so in andere Kulturen eintauchen kannst. Die Zeit vergeht für Dich sicher viel zu schnell.
Wir sind sehr froh, das dir dieses Praktikum so gut gefällt. Genieß Deine Zeit !!!
Unsere Gedanken sind bei Dir
Deine Pogrellbande
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